Hüftreifeverzögerung bzw. Hüftdysplasie

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Hüftreifeverzögerung bzw. Hüftdysplasie

Hüftreifeverzögerung bzw. Hüftdysplasie

Säuglinge werden physiologisch immer mit „unreifen“ Hüftgelenken geboren.

Das bedeutet, dass die Hüftpfanne noch nicht verknöchert, also noch relativ weich und biegsam ist. Dies ist für eine normale Geburt durch den engen Geburtskanal notwendig. Nur bis zum 4. Lebensmonat reift die Hüfte nach und verknöchert. Dann sollte der Oberschenkelkopf in der Pfanne zentriert sein. Deshalb ist es sehr wichtig, das Hüftscreening zeitgerecht in Angriff zu nehmen, um ggf. frühzeitig mit einer Therapie beginnen zu können.

Es werden verschieden Typen von Hüftreifeverzögerungen unterschieden. Danach richtet sich auch die Therapie. Manchmal genügt das Anleiten einer bestimmten Wickeltechnik, um die Hüften in eine Abspreizhaltung zu bringen. Ober aber es muss eine Schiene oder Spreizhose/Bandage angelegt werden.

Ein Gipsverband ist nur in seltenen Fällen notwendig, wenn ein luxiertes Hüftgelenk anders nicht stabilisiert werden kann.

Da die Kinder bis zu 8 Wochen in einer bestimmten Haltung gelagert werden, können sie sich verständlicherweise in dieser Zeit nicht physiologisch weiter entwickeln. Diese Entwicklungsverzögerung versuchen wir in der Therapie so gut wie möglich aufzuarbeiten und die Muskulatur der Beine und des Beckengürtels zu verbessern.

Außerdem sehen wir häufig auch Fehlstellungen der Füße, die mit einer Hüftdysplasie in Zusammenhang stehen, welche dann ebenfalls versucht wird rechtzeitig zu behandeln und zu korrigieren.

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